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Hört mir zu Männer, ich Thorger Sturmwolf habe diese Verse erdacht um von der grossen Fahrt zu künden!
Der Anfang
Vor unlanger Zeit
sammelten Fürsten
aus edlen Geschlechtern
zur Heerfahrt die Männer.
Reichlich kamen
die stolzen Recken
von jedem der Zwerge (Himmelsrichtungen)
in gastliche Hallen.
Bald warn beladen
der Nordmänner Schiffe
rief lockend Ran (das Meer)
die Schlangen zur Fahrt. (Schiffe)
In dichten Nebel
gerieten die Helden
doch führte dieser
sie letztlich zusammen.
Mir brachte Trauer
das wallende Graue
den Jarl meinen Fürsten
sah ich nicht am Strand.
Doch wich die Schwere
bald der Freude
erblickte ich doch
der Heermänner Lager.
Von Hornwalls Gestaden
kündeten erzene Helme
Halvars Gefolgschaft
stand dort in Waffen.
Seltsam die Tracht
doch beredsam die Zunge
Thoralfs Sohn
führte die Nörrländer.
Gewaltig der Hersir
und prunkvoll die Helme
der Ylfinge Sippe
erblickte ich gern.
Weitere kamen
kundig aus Vinland
schweres Schicksal
harrte ihrer.
Gering ihre Anzahl
doch tüchtig der Durst
Svartssons Recken
sahen stolz mir entgegen.
Karg ihre tracht
bar die Brust
tollkühne Wildheit
erhellte die Sachsen.
Mit dem großen Banner
kam Hjassir Fjoresson
Rot war der Stier
und gewappnet die Männer.
Blaugelbe Schilde
erspähte mein Auge
Svear warn es
Ravn der Freund.
Noch von der Insel vertraut
war mir Skipreitha
Swjelloffs Mannen
waren zeitig zugegen.
So führte ich dann
heran meine Ulven
erzern die Panzer
blau die Mäntel.

Der erste Tag
Nach kurzer Begrüßung
bauten wir Schanzwerk
gewaltigeres Tor
ward nimmer gesehen.
Hoch gingen die Zelte
licht brannten die Feuer
drehten sich Schweine am Spieß
floß schmackhaft der Met.
Da kamen zusammen
die Edlen des Lagers
zu wählen den König
zu entscheiden die Lose.
Ungeduldig ward das Heer
als lange Zeit
keine botschaft kam
lang rieten die Fürsten.
Doch schritt bald heraus
der edlen Edelster
König Halva aus Hornwall
machte stolz sein Volk.
Zum gewaltigen Brausen
erhob jeder die Stimme
den Trunk gab Valgar
es lachten die Asen.
Selten hörte ich solche Rufe
selbst Nifelheim hat wohl vernomen
daß König Halvar
die Männer erwählten.
Schneller Entscheidung
bedurfte das Heer
so saßen die Hohen
wieder beisammen.
Schnell ward entschieden
zu berauben den Goldwurm
der Nörrländer Fürst
brachte die Forderung.
Doch unwirsch warn sie
wollten nicht zahlen
so war besiegelt
ihr elendes Schicksal.
Auch wollten die Fürsten
die Reisenden plündern
doch Gunnars Nachricht
verbot den Angriff.
So zog das Heer
zum großen Thingplatz
die G äste der Lindwürmer
waren alle vertreten.
Erland der Wurmtöter
sollte uns beistehn
den Recken aus Vorzeit
empfing Waffengeklirr.
Als Erland gegrüßt
und die Männer gewappnet
zog eifrig die kriegerschar
dem Golde entgegen.
Kampfunwillig waren die Nachbarn
kampflos betraten
wir krieger das Lager
plünderten und zerstörten die Aufbaut.
Solch leichter Sieg
machte gierig die Männer
gerne zogen sie
dem Verwirrungslager entgegen.
Schon von weitem sah man
der Westmänner Schilde
schnell ward gemacht
der Könige Bund.
Es erhellten die Nacht
die Zelte der Feinde
lichterloh brannten sie
als der Westzorn sie traf.
So endete der erste
der Tage der Heerfahrt
Kampfeslüstern sangen die Kämpen
durststillend kreisten die Hörner.
Der zweite Tag
Rasch ritt die Sonne
über den Himmelsbogen
nachlangem Zechen
harrte der neue Tag.
Bald klang die Glocke
es schallte das Horn
Grünmenschen kamen
den Weg entlang.
Eilig gesammelt
griffen an unsre Leute
zu wenig der Feinde
lachend trafen wir Westmänner.
So zog Nord und West
den Grünmenschen entgegen
Svartalfen sahen wir auch
rasch entflammte der Blutdurst.
Nicht lang klopfte der Bock
brach das Tor kräftig ein
Sippenweise erschlugen wir
die krummen Gestalten rasch.
Nach solchem Sieg war gut das Essen
schmeckte das Bier
war erfrischend die Rast
bald rief der König uns wieder zusammen.
Nun gingen wir uns Sileber zu holen
der Westmänner Freundschaft
kam uns gelegen
unsre Banner wähnten wir auf Feindeszinnen.
Doch warn unsre Freunde
durch Eide gebunden
alle Wege suchten wir sie zu locken
ungern lehnte ihr König ab.
Allein schien uns der Silberwurm mächtig
doch nahte rasch Lösung
der Reisenden Lager
sollte nun fallen.
Mit Donnerers Segen
kamen wir an
peitschend der Sturm
jubelnd die Streiter.
Zu Bruch ging das Tor
rasch fielen die Feinde
Silberbeladen kehrten wir heim
doch Nässe machte uns zu schaffen.
An jenem Abend zechten wir lange
Westwärz zu wachen gingen wir auch
zu schützen das Lager
der treuen Freunde.
Lachend vernahmen wir
die frohe Kunde
vom Silbernen Fall
vor der Grünmenschen Tor.
So ritt die Nacht hastig
dem Wolf zu enkommen
es kam der letzte
der Tage der Heerfahrt.
Der dritte Tag
Müde erwachte ich im Lager
und grad rechtzeitig
bald erschallte die Glocke
der Silberwurm nahte.
Am Tor stand das Heer
den Angriff erwartend
solch mächtigen Feind
empfing man selten.
Doch an Heermänner statt
nahtem Späher
brachten Kunde vom Kampf
um das Grünmenschenlager.
Aus Westen und Norden
erschallten die H örner
die tapferen Krieger
stürmten den Feind.
Kurz war der Weg
und gewaltig die Kampfgier
vom Schreck erstarrt
warn die Feinde wehrlos.
Mir fehlen die Worte
zu beschreiben den Sieg
wie groß die Freude
viele Hauptleute nahmen wir gefangen.
Nun waren wir Herrscher
mit den Westmännern gemeinsam
niemand im Lande
war uns ebenbürtig.
Die Leute des Grünwurms
zeigten freche Rede
es kamen die Westmänner sie zu strafen
auch die unsrigen blieben unfern.
So empfing den Zorn
wer ihn beschworen
niemanden schonten wir
der sich nicht ergab.

Die Schlacht und des Liedes Ende
Es nahte die Schlacht
gekleidet in Erz
standen wir vorm Tore
Erland sprach laut.
Wurmzunge bot er
das Schwert alter Zeiten
einen würdigen K ämpen
galt es zu finden.
So trat ich vor
Asgauts Sohn
geboren im Donner
geheißen Sturmwolf.
Erland der Vorfahr
edler Geschlechter
reichte die Zunge
in meine Hand.
Zu wählen waren
vier Recken
zu schützen die Klinge
vor gierigen Feinden.
Hralf der Gewaltige
Gunnbjorn der Wilde
Roneth der Hersir
und Sven der Freie.
So gingen wir
für den König zu schreiten
im Bunde die Westmänner
geknechtet die anderen.
In Berserkerwut
kamen die Sachsen
wildere Männer
sah ich selten.
Was weiter geschah
fällt schwer mir zu sagen
denn sah ich nicht alles
was auf der Walstatt war.
Erwähnen will ich daß
alle gestritten
wie würdige Krieger
wie kundige Kämpen.
Besingen will ich der Ylfinge Sippe
lang hielten sie stand
gegen Feinde in Anzahl
doppelt zu nennen nicht übertrieben.
Den Helden der Roten
forderte ich dreimal zu Zweikampf
doch unwillig war er
verbarg sich hinter Freundesschilden.
Mir schwanden die Sinne
als Pfeile mich trafen
die Lanzen der Roten
warfen den Tapferen nieder.
An Hralf ging die klinge
über mich kam der Nebel
zwar erwachte ich wieder
doch ward die Schlacht verloren.
Das Ende
Durch den Zauber der Würmer
erhoben sich alle
Walhall gleich
und doch nicht dasselbe.
So feierten wir
bis verbrannt die Feuer
brachten Svearmet
zum Westmännerkönig.
Es endet das Lied
es plagt mich der Durst
so heiße ich hoch die Recken des Heeres!
Hoch König Halvar!
Hoch Erland Wurmtöter!
Hoch den Hornwallern!
Hoch den Ulfhednar!
Hoch den Ylfingen!
Hoch den Nörrländern!
Hoch der Wolfshorde!
Hoch dem Roten Stier!
Hoch den Sachsen!
Hoch Skipreitha!
Hoch auch den Vinländern!
Hoch den Torwächtern!
Hoch den Westmännern!
Hoch dem großen Heer!
Odhinnnn!!!
Und nun laßt uns trinken aufs nächste Jahr!

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